Rock gegen Rechts

Grundsatzpapier des „Rock gegen Rechts e. V.“

1. Präambel

Rechtsextremismus ist ein Phänomen, mit dem sich unsere Gesellschaft konstant auseinandersetzen  muss. Rechtsextreme Parteien schaffen es immerwieder, regional wie überregional Wahlerfolge zu erzielen und in Regional­ sowie Landesparlamente einzuziehen. Vorallem in wirtschaftlich und sozial schwachen Bevölkerungsschichten schafft es die äußere politische Rechte, Menschen von sich zu überzeugen. Latente rechtsextreme Meinungen sind keine Seltenheit. Gerade auch unter Jugendlichen schaffen es entsprechende Kräfte, durch Konzerte, Freizeitangebote oder Hilfeangeboten Fuß zu fassen.

Dies darf nicht unbeantwortet bleiben und bedarf Aufklärungsarbeit und Sensibilisierung der Jugendliche, um diese vor der Augenwischerei der Rechtsextremen zu schützen.

2. Ziele der Konzerte

Wir richten uns gegen rechtsextreme, xenophobe und rassistische Denkweisen. Weitergehende politische Meinungen und Forderungen, etwa zur Frage nach dem Verbot rechtsextremer Parteien, treffen wir nicht. Wir bieten bei unseren Konzerten Jugendlichen eine Plattform, sich zu informieren und auszutauschen. Unser erklärtes Ziel ist es, Aufklärung zu leisten und zum Engagement gegen Rechtsextremismus zu motivieren.

Im Einzelnen verfolgen unsere Konzerte folgende Ziele:

  1. Informationsarbeit zu den Themen Rechtsextremismus, Xenophobie und Rassismus, die darauf ausgerichtet ist, den Einzelnen bei der täglichen Konfrontation mit rechtem Gedankengut zu stärken. Dies beinhaltet unter anderem:
    1. sich von rechtsextremen „Argumenten“ nicht beirren zu lassen und sie als Lügen zu entlarven
    2. Vorurteile und intolerantes Verhalten auch im nicht­rechtsextremen Kontext erkennen und bewerten zu können
    3. in Konfliktsituationen mit Rechtsextremen richtig zu handeln.
  2. Vernetzungsarbeit, um das Engagement gegen Rechtsextremismus zu stärken. Die Besucher sollen sich über Initiativen informieren und Kontakt aufbauen können sowie die Möglichkeit bekommen, sich bei diesen zu einzubringen. Ebenso sollen neue Projektideen durch die Möglichkeit, sich auszutauschen, gefördert werden.
  3. Unterstützung anderer Initiativen und Kampagnen gegen Rechtsextremismus, um diese vorallem in ihrer Bildungsarbeit zu stärken.
  4. Setzen eines öffentlichkeitswirksamen Zeichens gegen Neonazis, Xenophobie und Rassismus. Gleichzeitig soll von den Veranstaltungen ein Signal für eine tolerante und demokratische Gesellschaft ausgehen.
  5. Zuletzt sollen die Besucher der Konzerte gemeinsam ausgelassen feiern können, um den Abend gemeinschaftlich auszugestalten.
Rudig.de – Kontrollarmbändchen und mehr!